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Eine positive Veränderung
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Ja, unser Leben hat sich wahrlich positiv verändert!
Nachdem Peter seinen Rückfall der akuten myeloischen Leukämie hatte, waren die Aussichten nicht so rosig wie
sie jetzt geworden sind. Mit dem Rückfall kam eine schwere Zeit auf uns zu. Schon wieder nach Notlösungen
suchen für den Hof. Und das schrecklichste war die Spendersuche. Für die betreuenden ärzte war es von
Anfang an klar, dass nur eine Transplantation Peters Leben retten kann.
Alles begann von vorne! Angst keinen Spender zu finden, Angst zu sterben…!
Die Diagnose wurde durch eine Knochenmarkpunktion bei einer Routinekontrolle festgestellt. Die Blutwerte waren bis auf
die Thrombozyten normal. Nichts gemerkt, keine Beschwerden gehabt und doch für krank erklärt.
Also los geht's. Trotz der niederschmetternden Nachricht hat der Kampfgeist Peter nicht verlassen. Innert kürzester
Zeit liefen die Gespräche mit Basel um die Spendersuche einzuleiten.
Dank der Hilfe von Candy durften wir PD Dr. Schanz vom Unispital Zürich, kennenlernen.
Schon bald wurde für Peter klar, dass er sich nach Möglichkeit in Zürich transplantieren lassen will.
Der persönliche Kontakt tat Peter sehr gut. Von Dr. Schanz zu hören, dass er alles daran setzen wird, dass ein
Spender gefunden werden kann, das war aufbauend und gab Hoffnungen. Die Möglichkeit, jederzeit persönlich mit
ihm zu reden wenn Fragen auftauchen, gab zusätzlich ein gutes Gefühl.
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Als alles besprochen war und zu Hause soweit es ging organisiert, begab sich Peter für die Chemotherapie nach
Aarau ins Kantonsspital.
Die ärzte und das Pflegepersonal kümmerten sich rührend um Peter. Leider ging es ihm in dieser Chemo
nicht mehr so gut wie in den ersten drei bei der ersten Erkrankung. Er wurde von übelkeit, Erbrechen und Durchfall
geplagt, Schmerzen und Ohnmacht raubten ihm fast alle Energie. Heftig!!!
Trotz allem gelang es Peter diese Torturen zu überstehen. Nach gut einem Monat durfte er das Spital verlassen.
Die Zeit danach war begleitet vom Bangen um die Spendersuche. So einfach dasitzen und nichts tun, das war nicht unsere Art.
Auch Kristine, eine Freundin von uns, hatte von der Warterei die Nase voll. So mobilisierten wir alle Kräfte und es
gelang ihr zur DKMS (Deutsches Knochenmarkregister) Kontakte aufzubauen. Diese führten dazu, dass wir in Deutschland
zwei Registrieraktionen durchführen konnten. Für die eine Aktion reisten wir nach Mannheim und konnten beim
ASB (Arbeiter Samariterbund) Registrierungen von neuen Spendern vornehmen. Ich als Krankenschwester nahm das Blut ab und
Kristina und andere Helfer erledigten das Administrative. Beim zweiten Mal schaffte sie es, das DRK (Deutsches Rotes
Kreuz) das eine Blutspendeaktion in Rheinfelden (D) durchführte zu begeistern und wir durften einen Infostand
aufbauen und die Freiwilligen informieren.
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Nebenbei verteilten wir an verschiedenen Märkten in der Schweiz Infobroschüren und versuchten mit den Leuten
ins Gespräch zu kommen um auf die Problematik aufmerksam zu machen. Leider sind solche Aktionen wie sie in Deutschland
möglich sind, in der Schweiz unmöglich. Nicht unmöglich ist es, bei jeder Gelegenheit die sich bietet, ein
Plakat aufzustellen und Infomaterial zu verteilen. Das tun wir übrigens heute noch.
So verging die Zeit nach der Chemo mit täglichen bis wöchentlichen Kontrollen in Aarau. Frau Roth, die betreuende
ärztin, verstand es, Peter zu motivieren, damit er hoffnungsvoll blieb. Sie war auf seiner Wellenlänge. Uns wurde
bewusst, wie wichtig es ist, dass es zwischen Arzt und Patient harmoniert. Es entsteht Vertrauen. An dieser Stelle herzlichen
Dank, Frau Roth!
Immer noch kein Spender gefunden! Bei jeder Kontrolle die gleichen Worte. Das kann doch nicht so lange dauern? Die ärzte
"gaben" Peter zwei Monate bis zum möglichen erneuten Ausbruch der Krankheit. Eine kurze Zeit, wenn man keine hat!
Vorab, die Krankheit ist bis heute nicht wieder ausgebrochen!!! Ein Wunder?
Die Spendersuche ging voran und ernüchternd erhielten wir nach einem halben Jahr die Nachricht, dass für Peter
kein Spender zu finden sei, - im Moment. Die Suche wurde abgebrochen. Hilfe, und was nun? Die Zeit, die ihm die ärzte
gegeben hatten, war auch schon vorüber, und…?
Nach langer Zeit mit häufigen Kontrollen, - mittlerweile hat Dr. Bargetzi die Betreuung übernommen, beschlossen
wir mit ihm zusammen auf die regelmässigen Kontrollen zu verzichten. Sie verursachten bei Peter nur unnötigen Stress.
Vor der Kontrolle nicht schlafen können, auf der Fahrt nach Aarau fast zerrissen werden vor Aufregung.
Die Krankheit hat sich nach zwei Jahren und ein paar Monaten nicht mehr gezeigt, und das ist ein gutes Zeichen. Vielleicht
wurde gerade im richtigen Moment der Rückfall entdeckt und ermöglichte so eine frühzeitige Therapie, durch
die es gelang, die Krankheit zu heilen.
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Für uns war schon vorher klar, dass unser Leben weitergehen soll. So normal, wie bei anderen jungen Paaren auch.
Wir beschlossen eine Familie zu gründen. Unsere kleine Maria Rosa liess nicht lange auf sich warten.
Am 8. Juli 2004 erblickte sie gesund und munter das Licht dieser Welt. Ein Wunder mehr?
Für Peter war die Geburt seiner Tochter, fast drei Jahre nach dem Rückfall, eine grosse Bestätigung in sein Leben.
Fähig sein, geschenktes Leben weiterzugeben.
Dankbar und überglücklich schauen wir in die Zukunft und vertrauen, - vertrauen auf die Gesundheit und auf das Leben.
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